Shopify Migration planen: Warum Struktur über Erfolg oder Misserfolg entscheidet
Der Wechsel zu Shopify ist für viele Unternehmen ein logischer Schritt:
weniger Komplexität, schnellere Prozesse, bessere Skalierbarkeit.
Doch in der Praxis scheitern Migrationen nicht an Shopify –
sondern an fehlender Planung, unklaren Zielen und unterschätzten SEO-Risiken.
Diese Checkliste richtet sich an Geschäftsführer, E-Commerce-Leiter und Marketing-Entscheider, die:
- einen Plattformwechsel evaluieren
- Risiken minimieren wollen
- klare Entscheidungsgrundlagen brauchen
Phase 1: Strategische Vorbereitung (vor jeder technischen Umsetzung)
1. Ziele klar definieren
Bevor auch nur eine Zeile Code angefasst wird, muss klar sein:
- Warum wechseln wir zu Shopify?
- Was soll sich messbar verbessern?
Typische Ziele:
- Reduktion technischer Abhängigkeiten
- Schnellere Go-to-Market-Zeiten
- Bessere Conversion Rate
- Internationalisierung oder Skalierung
👉 Ohne Ziel keine saubere Migration.
2. Bestehenden Shop analysieren
Ein fundiertes Audit verhindert böse Überraschungen.
Prüfe:
- Produktstruktur & Variantenlogik
- Custom Features & individuelle Logik
- Anbindungen (ERP, PIM, CRM, Payment)
- Content-Struktur (Seiten, Kategorien, Blog)
Phase 2: SEO-Sicherung – der kritischste Teil jeder Migration
3. SEO-Audit vor der Migration
SEO-Verluste sind der größte wirtschaftliche Schadenfaktor.
Unbedingt analysieren:
- Ranking-starke URLs
- Traffic-stärkste Seiten
- Backlinks
- Meta-Daten & strukturierte Inhalte
Diese Daten sind die Grundlage für alles Weitere.
4. URL- & Redirect-Mapping erstellen
Jede relevante URL braucht:
- eine identische Shopify-URL oder
- einen sauberen 301-Redirect
Fehler an dieser Stelle führen zu:
- Ranking-Verlusten
- Traffic-Einbrüchen
- Umsatzrückgang
Phase 3: Shopify Setup & Architektur
5. Richtige Shopify-Struktur definieren
Shopify funktioniert anders als viele andere Systeme.
Wichtige Entscheidungen:
- Collections vs. Kategorien
- Produktvarianten-Logik
- Templates für Content & Landingpages
- Mehrsprachigkeit & Märkte
👉 Shopify sollte nicht wie das alte System kopiert, sondern sinnvoll neu gedacht werden.
6. Apps & Integrationen bewusst auswählen
Weniger ist mehr.
Achte auf:
- Performance
- Wartbarkeit
- Skalierbarkeit
Typische Integrationen:
- ERP / Warenwirtschaft
- E-Mail-Marketing
- Tracking & Analytics
- Payment & Versand
Phase 4: Datenmigration & Testing
7. Daten sauber migrieren
Zu migrierende Daten:
- Produkte & Varianten
- Kundenkonten
- Bestellungen (optional)
- Inhalte & Seiten
Wichtig: Datenqualität vor Datenmenge.
8. Testing vor dem Go-Live
Vor dem Launch unbedingt testen:
- Checkout & Payment
- Mobile Darstellung
- Ladezeiten
- Tracking & Analytics
- Redirects & SEO-Elemente
Ein Go-Live ohne Tests ist ein unnötiges Risiko.
Phase 5: Go-Live & Nachbetreuung
9. Kontrollierter Go-Live
Empfohlen:
- Launch unter der Woche
- Monitoring in Echtzeit
- Klarer Rollback-Plan
10. SEO- & Performance-Monitoring
Nach dem Launch:
- Rankings beobachten
- Traffic analysieren
- Indexierung prüfen
- Conversion messen
Eine gute Migration endet nicht mit dem Go-Live.
Häufige Fehler bei Shopify Migrationen
- Migration ohne SEO-Audit
- Zu viele Apps ohne Strategie
- Shopify wie Magento/Shopware behandeln
- Fokus nur auf Technik, nicht auf Business
- Kein Verantwortlicher auf Entscheider-Ebene
Fazit: Shopify Migration ist ein Business-Projekt, kein IT-Task
Eine erfolgreiche Shopify Migration:
- ist strategisch geplant
- SEO-sicher umgesetzt
- auf Wachstum ausgelegt
Unternehmen, die strukturiert vorgehen, profitieren langfristig von:
- geringeren Betriebskosten
- höherer Agilität
- besseren Conversion Rates