
Udo Schloemer – Gründer der Factory Berlin, Immobilien-Dealmaker, Angel Investor in 200+ Startups – sitzt mit uns und redet so, wie er wirklich denkt. Und das ist selten. Der Mann, der mit 50.000 Mark Eigenkapital und null Referenzen sein erstes Objekt finanziert hat. Der sein Immobilienunternehmen an Lehman Brothers verkauft hat – und danach Europas einflussreichsten Startup-Campus gebaut hat. Und der heute sagt: Der Mittelstand hat zwei, drei Jahre. Danach ist es zu spät.
Udo erzählt ungefiltert, wie er als 22-Jähriger sein erstes Immobilienprojekt mit kaum Eigenkapital durchgezogen hat – während die Bank ihm heute dafür 50% Eigenkapital abverlangen würde. Warum er die Factory nie als Coworking Space verstanden hat – sondern immer als Netzwerk, das Vertrauen schafft. Und was der Airbnb-Gründer ihm persönlich auf der Bühne beibringen musste: Nicht die Startups machen Berlin groß. Es ist das Nachtleben zwischen 17 und 9 Uhr morgens.
Er spricht darüber, warum ein Exit nicht die Lösung von allem ist – und warum viele Gründer nach 100 Millionen auf dem Konto komplett überfordert sind. Warum Mittelständler nicht in Startups investieren sollen, aber trotzdem jetzt handeln müssen. Wie er mit Hervis die gesamte IT eines Einzelhändlers in einem Jahr ersetzen will – und alle seine IT-Leute ihn für geisteskrank halten. Und warum er mit 56 alles neu denkt: weg vom klassischen Unternehmer-Modell, hin zu einer kollektiven Wissensplattform für ganz Deutschland.
Sein klarster Rat an die junge Generation: Wenn du 26 bist – setz alles auf Rot. Du kannst das noch 10 Mal machen.